Europäische CBD-Verordnungen

CBD zählt aktuell zu den meistdiskutierten Inhaltsstoffen in der Hanf-, Wellness- und Naturproduktbranche. Wird es jedoch in Lebensmittel, Getränke, Kaugummi, Kapseln, Nahrungsergänzungsmittel, Öle zum Einnehmen oder essbare Zubereitungen eingearbeitet, fällt es nicht unter die allgemeinen Hanfvorschriften. Es unterliegt stattdessen einer deutlich komplexeren Regelung: der europäischen Novel-Food-Verordnung.

Der Begriff „Novel Food“ bezeichnet Lebensmittel oder Zutaten, die vor dem 15. Mai 1997 in der Europäischen Union nicht in nennenswerten Mengen konsumiert wurden. Als Novel Food eingestufte Zutaten müssen vor ihrer Markteinführung als Lebensmittelprodukt bewertet und zugelassen werden. Diese Regelung betrifft viele innovative Zutaten und spielt derzeit eine zentrale Rolle in der Debatte um CBD in Lebensmitteln.

Dieser Artikel erklärt, was neuartige Lebensmittel sind, warum CBD Anlass zur Sorge gibt, welche Positionen die Europäische Kommission und die EFSA vertreten, welche Unterschiede zwischen CBD-Blüten, -Ölen, -Kosmetika, -Nahrungsergänzungsmitteln und -Lebensmitteln bestehen und warum die bloße Einhaltung des THC-Grenzwerts von 0,30 % nicht immer ausreicht, um die Konformität eines CBD-haltigen Lebensmittels zu gewährleisten.

Diese Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine individuelle Rechtsberatung dar. Vorschriften können sich ändern und sollten anhand offizieller Dokumente, der zuständigen Behörden oder spezialisierter Fachleute überprüft werden.

Was ist ein neuartiges Lebensmittel?

Ein neuartiges Lebensmittel ist ein Lebensmittel oder eine Zutat, die vor dem 15. Mai 1997 in der Europäischen Union nicht in nennenswertem Umfang konsumiert wurde. Dieses Datum ist wichtig, da es als historischer Bezugspunkt dient, um festzustellen, ob ein Lebensmittel eine ausreichende Konsumgeschichte aufweist oder ob es vor dem Inverkehrbringen bewertet werden muss.

Die Novel-Food-Verordnung betrifft nicht nur CBD. Sie kann auch für Pflanzenextrakte, Inhaltsstoffe aus neuen Technologien, traditionelle Lebensmittel aus Drittländern, isolierte Inhaltsstoffe, angereicherte Zubereitungen oder Substanzen gelten, deren Konsum vor dem Stichtag gering war. Ziel ist es, Verbraucher zu schützen, indem die Sicherheit eines Inhaltsstoffs vor seiner breiten Vermarktung überprüft wird.

Die Europäische Kommission stellt Novel Food als Rahmen für Lebensmittel vor, die vor Mai 1997 in der Europäischen Union nicht in nennenswertem Umfang konsumiert wurden. Offizielle Quelle:
Europäische Kommission – Novel Food.

Warum existiert diese Regel?

Die Logik hinter neuartigen Lebensmitteln ist einfach: Wenn eine neue Zutat auf den Lebensmittelmarkt kommt, wollen die Behörden sicherstellen, dass sie unter den vorgesehenen Verwendungsbedingungen kein Risiko für die Verbraucher darstellt. Diese Bewertung kann Toxikologie, Zusammensetzung, Stabilität, Herstellungsverfahren, Dosierungen, exponierte Bevölkerungsgruppen und mögliche Wechselwirkungen umfassen.

Im Falle von CBD ist dieser Ansatz besonders heikel, da Cannabidiol ein aktives Molekül ist, dessen biologische Wechselwirkungen erforscht werden. Es ist nicht einfach nur ein Aromastoff oder eine herkömmliche Lebensmittelzutat.

Warum unterliegt CBD den Novel-Food-Vorschriften?

CBD ist betroffen, da die europäischen Behörden der Ansicht sind, dass isolierte Cannabinoide, cannabinoidreiche Extrakte und bestimmte CBD-haltige Produkte vor dem 15. Mai 1997 in der Europäischen Union nicht nennenswert konsumiert wurden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Hanf im Allgemeinen neu ist. Hanfsamen, Hanfsamenöl und bestimmte traditionelle Verwendungszwecke von Hanf haben eine längere Geschichte.

Diese Unterscheidung ist entscheidend. Hanf als Nutzpflanze gilt nicht automatisch in allen seinen Formen als neuartiges Lebensmittel. Hanfextrakte mit hohem Cannabinoidgehalt, isoliertes CBD oder CBD-angereicherte Lebensmittel können jedoch als neuartige Lebensmittel eingestuft werden, wenn sie zum Verzehr bestimmt sind.

Anders ausgedrückt: Man darf nichts verwechseln:

  • Hanfsamen;
  • Hanfsamenöl;
  • Hanffasern;
  • Hanfblüten;
  • Hanfextrakte mit hohem Cannabinoidgehalt;
  • isoliertes CBD;
  • CBD-haltige Nahrungsergänzungsmittel;
  • Mit Cannabidiol angereicherte Lebensmittel.

Diese Kategorien sind nicht gleichwertig. Je nach Zusammensetzung, Verwendung und Darstellungsweise können sie unterschiedlichen Rahmenbedingungen zugeordnet werden.

Um den Unterschied zwischen CBD, Hanf und Cannabis besser zu verstehen, siehe:
Hanf, Cannabis, CBD und THC: Die Unterschiede verstehen.

Europäische Verordnung 2015/2283: Rechtsgrundlage für neuartige Lebensmittel

Der europäische Rechtsrahmen für neuartige Lebensmittel basiert im Wesentlichen auf der Verordnung (EU) 2015/2283 über neuartige Lebensmittel. Diese Verordnung legt die Regeln für das Inverkehrbringen neuartiger Lebensmittel in der Europäischen Union fest. Insbesondere schreibt sie vor, dass ein neuartiges Lebensmittel vor dem Inverkehrbringen zugelassen und in die Unionsliste eingetragen werden muss.

Die Verordnung definiert außerdem die Kategorien neuartiger Lebensmittel, die Zulassungsverfahren, die Rolle der wissenschaftlichen Bewertung und die Anwendungsbedingungen. Offizielle Quelle:
Verordnung (EU) 2015/2283 über neuartige Lebensmittel.

Vorabgenehmigung: ein zentrales Prinzip

Entscheidend ist die vorherige Genehmigung. Wenn eine Zutat als neuartiges Lebensmittel gilt, reicht es nicht aus, nachzuweisen, dass sie einen bestimmten THC-Grenzwert einhält oder aus Hanf gewonnen wird. Sie muss auch für die vorgesehene Verwendung in Lebensmitteln zugelassen sein. Diese Zulassung basiert auf einer Sicherheitsbewertung.

Im Fall von CBD-haltigen Lebensmitteln erklärt diese Anforderung, warum das Thema weiterhin heikel ist. Viele Produkte wurden in mehreren europäischen Ländern vermarktet, obwohl die Zulassungsverfahren noch liefen oder noch nicht abgeschlossen waren. Dies führte zu Spannungen zwischen Markt, Behörden, Verbrauchern und Fachleuten.

Der Katalog neuartiger Lebensmittel der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission veröffentlicht einen Katalog neuartiger Lebensmittel. Dieser Katalog listet Produkte tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, Stoffe und Zutaten auf, für die der Status eines neuartigen Lebensmittels festgestellt wurde oder diskutiert wird. Er ist ein wichtiges Informationsinstrument, sollte aber mit Vorsicht gelesen werden: Die Kommission weist ausdrücklich darauf hin, dass der Katalog nicht rechtsverbindlich ist. Er sollte in Verbindung mit der offiziellen Liste zugelassener neuartiger Lebensmittel verwendet werden.

Offizielle Quelle:
Europäische Kommission – Novel Food Status Catalogue.

Warum ist der Katalog allein nicht ausreichend?

Der Katalog gibt einen ersten Überblick über den Status, ersetzt aber keine vollständige Produktanalyse. Um festzustellen, ob ein Produkt den Vorschriften entspricht, müssen seine genaue Zusammensetzung, der Herstellungsprozess, die Cannabinoidkonzentration, der Verwendungszweck, die Dosierung, die Verkaufspräsentation, die Kennzeichnung und das Verkaufsland geprüft werden.

Derselbe Inhaltsstoff kann je nach Produktart – Kosmetik, Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder ein anderes Produkt – unterschiedlich behandelt werden. Deshalb ist die Produktkategorie entscheidend.

Die Rolle der EFSA bei der Bewertung von CBD

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) spielt eine wichtige wissenschaftliche Rolle bei Zulassungsanträgen für neuartige Lebensmittel. Bei Einreichung eines Zulassungsantrags kann die EFSA mit der Bewertung der Sicherheit der Zutat beauftragt werden. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, die alleinige Entscheidung über die Vermarktung zu treffen, sondern eine wissenschaftliche Bewertung zu erstellen, auf die sich die europäischen Institutionen und Mitgliedstaaten stützen können.

Im Fall von CBD hat die EFSA bereits auf mehrere wissenschaftliche Unsicherheiten hingewiesen. Diese betreffen insbesondere die Leber, das Nervensystem, das endokrine System, das Fortpflanzungssystem, das Immunsystem, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sowie die Auswirkungen einer Langzeitexposition.

Die Warnung der EFSA bedeutet nicht, dass CBD in allen Kontexten automatisch gefährlich ist. Sie bedeutet vielmehr, dass die verfügbaren Daten ausreichend aussagekräftig sein müssen, um die Lebensmittelsicherheit unter den vorgeschlagenen Anwendungsbedingungen zu beurteilen.

Einen wissenschaftlichen Überblick über Cannabidiol können Sie auch in der Publikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) konsultieren:
Weltgesundheitsorganisation – Cannabidiol.

EFSA 2026: Vorläufiger Sicherheitsstandard für CBD als neuartiges Lebensmittel

Im Februar 2026 veröffentlichte die EFSA ein wichtiges Update zu Cannabidiol als neuartiges Lebensmittel. Die europäische Behörde legte einen vorläufigen Sicherheitsgrenzwert für bestimmte Nahrungsergänzungsmittel mit gereinigtem CBD fest. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da es keine generelle Zulassung für alle CBD-Produkte darstellt.

Die EFSA legt fest, dass dieser vorläufige Grenzwert nur für Nahrungsergänzungsmittel gilt, die CBD mit einer Reinheit von mindestens 98 % enthalten, keine Nanopartikel aufweisen, in einem als sicher eingestuften Verfahren hergestellt werden und bei denen Genotoxizität ausgeschlossen wurde. Offizielle Quelle:
EFSA – Vorläufiger Grenzwert für Cannabidiol als neuartiges Lebensmittel.

Die detaillierte wissenschaftliche Stellungnahme ist auch hier verfügbar:
EFSA Journal — Aktualisierung der Stellungnahme zur Sicherheit von Cannabidiol als neuartiges Lebensmittel.

Eine vorläufige Stufe, keine allgemeine Genehmigung

Der wichtigste Punkt ist das Wort „vorläufig“. Diese Veröffentlichung bedeutet nicht, dass alle CBD-Gummibärchen, -Getränke, -Speiseöle, -Süßigkeiten oder -Nahrungsergänzungsmittel automatisch den Vorschriften entsprechen. Sie bietet eine wissenschaftliche Grundlage für die Bewertung bestimmter Anträge im Rahmen der Kategorie „Neuartige Lebensmittel“ unter spezifischen Bedingungen.

Laut EFSA bestehen weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich bestimmter potenzieller Auswirkungen eines längerfristigen Konsums, insbesondere auf die Leber, neurologische Funktionen, das Fortpflanzungssystem, das Immunsystem und bestimmte Wechselwirkungen. Diese sehr vorsichtige Herangehensweise erklärt, warum essbares CBD in der Europäischen Union nach wie vor ein sensibles Thema ist.

CBD-haltige Lebensmittel: Welche Produkte sind betroffen?

Der Rahmen für neuartige Lebensmittel betrifft primär Produkte zur oralen Einnahme. Dazu gehören Lebensmittel, Getränke, Nahrungsergänzungsmittel und Zubereitungen, die CBD oder cannabinoidreiche Hanfextrakte enthalten. Die genauen Anwendungsbereiche können je nach Zusammensetzung und Darreichungsform des Produkts variieren.

Zu den potenziell betroffenen Produkten gehören unter anderem:

  • CBD-Gummibärchen oder -Bonbons;
  • CBD-Schokolade;
  • CBD-angereicherte Getränke;
  • CBD-Nahrungsergänzungsmittel;
  • bestimmte CBD-Kapseln;
  • bestimmte Öle zur oralen Einnahme;
  • mit Hanfextrakten angereicherte Lebensmittel mit hohem Cannabinoidgehalt;
  • Lebensmittelzubereitungen, die einen CBD-Gehalt angeben.

Warum der Verwendungszweck genauso wichtig ist wie die Zusammensetzung

Ein Produkt kann je nach seiner Präsentation für den Verbraucher unterschiedlich analysiert werden. Ein Öl kann als Kosmetikprodukt, Lebensmittel oder etwas ganz anderes angeboten werden. Eine Blume kann als Rohhanfprodukt präsentiert werden. Nahrungsergänzungsmittel unterliegen anderen Kriterien als Kosmetika. Daher spielen die verwendeten Begriffe, die Kennzeichnung, das Produktinformationsblatt und die angegebene Produktkategorie eine wichtige Rolle.

Daher muss bei der verantwortungsvollen Erstellung von Inhalten die Vermischung aller CBD-Formen vermieden werden. Die geltenden Vorschriften hängen vom Verwendungszweck des Produkts ab.

THC-Schwelle und neuartige Lebensmittel: zwei unterschiedliche Themen

Einer der häufigsten Irrtümer ist die Annahme, dass ein CBD-Produkt automatisch den Vorschriften entspricht, solange es den THC-Grenzwert von 0,30 % nicht überschreitet. Tatsächlich handelt es sich bei dem THC-Grenzwert und dem Status als neuartiges Lebensmittel um zwei separate Sachverhalte.

In Frankreich legt das Dekret vom 30. Dezember 2021 fest, dass der Delta-9-THC-Gehalt von Hanfextrakten und entsprechenden Produkten 0,30 % nicht überschreiten darf. Offizielle Quelle:
Dekret vom 30. Dezember 2021 auf Légifrance.

Ein Lebensmittel kann diesen Grenzwert jedoch erreichen und dennoch der Novel-Food-Verordnung unterliegen. Mit anderen Worten: Die Einhaltung des THC-Grenzwerts reicht nicht zwangsläufig aus, um ein CBD-haltiges Lebensmittel zuzulassen. Es muss auch geprüft werden, ob der Inhaltsstoff für die vorgesehene Verwendung in Lebensmitteln zugelassen ist.

Einfaches Beispiel

Ein Öl mit CBD und weniger als 0,30 % THC kann den THC-Grenzwert einhalten. Wird es jedoch als Öl zum Einnehmen oder als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet, kann es unter die Kategorie der neuartigen Lebensmittel fallen. In diesem Fall müssen sein Lebensmittelstatus, eine mögliche Zulassung und die geltenden Marktbestimmungen geprüft werden.

Um tiefer in den allgemeinen Rechtsrahmen einzutauchen:
Legales CBD in Frankreich und Europa: regulatorischer Rahmen, THC-Grenzwert und Wachsamkeitspunkte.

Frankreich, DGAL und Kontrollen von CBD-Lebensmitteln

In Frankreich rücken CBD-haltige Lebensmittelprodukte zunehmend in den Fokus der Behörden. Die DGAL (Generaldirektion für Lebensmittel) befasst sich mit Fragen der Lebensmittelsicherheit und der Produktkonformität. Im Rahmen der Novel-Food-Richtlinien können Lebensmittel, die Hanfextrakte oder CBD enthalten, behördlichen Kontrollen unterliegen.

Die im Frühjahr 2026 angekündigten Kontrollverschärfungen rückten das Thema erneut in den Mittelpunkt des französischen Marktes. Informationen aus der Öffentlichkeit und der Branche deuteten damals auf den Wunsch nach strengeren Kontrollen von Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln hin, die CBD oder Hanfextrakte enthalten, insbesondere wenn diese Inhaltsstoffe explizit auf dem Etikett angegeben sind.

Für Verbraucher ist die Problematik einfach: Ein CBD-haltiges Lebensmittelprodukt muss nicht nur hinsichtlich seines THC-Gehalts, sondern auch hinsichtlich seiner Einhaltung der Lebensmittelvorschriften bewertet werden. Für Fachleute bedeutet dies, dass Rückverfolgbarkeit, technische Datenblätter, Kennzeichnung, Produktpositionierung und behördliche Nachweise unerlässlich werden.

Offizielle französische Informationen zu CBD und Kontrollstellen finden Sie unter:
Drogues.gouv.fr — Le CBD.

Non-Food-Produkte: Blumen, Kosmetik und andere Kategorien

Der Begriff „Novel Food“ bezieht sich auf Lebensmittelprodukte. Daher werden nicht alle CBD-Produkte automatisch als Lebensmittel eingestuft. CBD-Blüten, Kosmetika, Produkte zur äußerlichen Anwendung oder bestimmte Rohstoffe können in andere Kategorien fallen. Es ist jedoch Vorsicht geboten, da die Marketingpräsentation eines Produkts dessen regulatorische Bewertung beeinflussen kann.

CBD-Blüten und -Blätter

In Frankreich hat der Staatsrat die Frage der CBD-Blüten und -Blätter geklärt. Er hob das generelle und absolute Verkaufsverbot für Cannabisblüten und -blätter ohne berauschende Wirkung auf, sofern deren THC-Gehalt unter dem gesetzlichen Grenzwert liegt. Staatsrat
– Beschluss zu CBD-Blüten und -Blättern.

CBD-Kosmetik

CBD-Kosmetikprodukte fallen unter die europäischen Kosmetikbestimmungen. Sie sind zur äußerlichen Anwendung bestimmt und müssen die für Kosmetikprodukte geltenden Anforderungen erfüllen: Sicherheit, Zusammensetzung, Kennzeichnung, Werbeaussagen und Verantwortung für das Inverkehrbringen.

Die CosIng-Datenbank der Europäischen Kommission ermöglicht es Ihnen, Informationen über kosmetische Inhaltsstoffe abzurufen:
Europäische Kommission — CosIng-Datenbank.

Achten Sie auf die Grenzen zwischen den Kategorien

Derselbe Inhaltsstoff kann je nach Verwendungszweck unterschiedlich eingestuft werden. Ein als Kosmetikprodukt angebotenes Produkt darf nicht als Nahrungsergänzungsmittel verkauft oder beschrieben werden. Ein als Lebensmittel angebotenes Produkt muss den geltenden Lebensmittelvorschriften entsprechen. Diese Kategorien dürfen nicht vermischt werden.

Worauf Verbraucher beim Kauf eines CBD-Lebensmittels achten sollten

Beim Konsum von CBD-haltigen Lebensmitteln ist ein kritischer Umgang unerlässlich. Design, beworbener Geschmack, angegebene Dosierung oder Marketingaussagen reichen nicht aus, um die Einhaltung der Vorschriften oder die Sicherheit zu gewährleisten. CBD-haltige Lebensmittel sollten mit größerer Vorsicht betrachtet werden als herkömmliche Produkte.

Zu prüfende Punkte

  • Die genaue Produktkategorie: Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik, Blume, Öl, Extrakt.
  • Der angegebene CBD-Gehalt.
  • Der Delta-9-THC-Gehalt.
  • Das Vorhandensein eines aktuellen Analysezertifikats.
  • Die Chargennummer.
  • Der Ursprung des Hanfextrakts.
  • Die deklarierte Konformität mit dem Novel-Food-Rahmenwerk, sofern es sich bei dem Produkt um ein Lebensmittel handelt.
  • Das Fehlen unberechtigter medizinischer Ansprüche.
  • Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung.
  • Informationen zu möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Warum Anschuldigungen überwacht werden müssen

CBD-haltige Lebensmittel dürfen nicht als Arzneimittel beworben werden. Aussagen zu Behandlung, Heilung, Schmerzlinderung, Angstreduktion oder entzündungshemmender Wirkung sind ohne Genehmigung zu vermeiden. Verantwortungsbewusste Kommunikation informiert, ohne Versprechungen zu machen.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen:
CBD: Vorsichtsmaßnahmen, Wechselwirkungen und Risikoprofile.

Was Fachleute über neuartige CBD-Lebensmittel wissen müssen

Für Fachleute ist das Thema neuartiger Lebensmittel von strategischer Bedeutung. Es betrifft Compliance, Haftung, Kennzeichnung, Kontrollen, Lieferanten, technische Datenblätter, Analysezertifikate und Produktpositionierung. Fachleute können sich nicht allein auf die Überprüfung des THC-Gehalts beschränken.

Zu den sensiblen Punkten gehören:

  • die genaue Art des verwendeten Inhaltsstoffs;
  • der Ursprung von CBD oder Hanfextrakt;
  • Cannabinoidkonzentration;
  • die behauptete Verwendung des Produkts;
  • Nachweis der Zulassung als neuartiges Lebensmittel, falls erforderlich;
  • Kennzeichnung und Werbung;
  • Gesundheitsbezogene Ansprüche;
  • Lieferantendokumentation;
  • Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette;
  • die Fähigkeit, auf eine Kontrolle zu reagieren.

Rückverfolgbarkeit wird zentral

Im Falle einer Inspektion müssen gegebenenfalls Lieferantenrechnungen, Analysenzertifikate, technische Datenblätter, Konformitätsnachweise, Etiketten, Chargendokumente und Informationen zu Geschäftskunden vorgelegt werden. Die Konformität sollte daher nicht erst zum Zeitpunkt der Inspektion improvisiert werden, sondern muss im Vorfeld nachgewiesen werden.

Häufig gestellte Fragen: CBD und neuartige Lebensmittel

Ist CBD ein neuartiges Lebensmittel?

Isoliertes CBD, cannabinoidreiche Hanfextrakte und bestimmte CBD-haltige Lebensmittel können in der Europäischen Union als neuartige Lebensmittel gelten. Diese Einstufung hängt von der Art des Inhaltsstoffs, seinem Verwendungszweck und der Produktkategorie ab.

Ist Hanf noch ein neuartiges Lebensmittel?

Nein. Bestimmte Teile oder Derivate von Hanf, wie Hanfsamen oder Hanfsamenöl, werden seit Langem in Lebensmitteln verwendet. Cannabinoid-angereicherte Extrakte oder isoliertes CBD könnten jedoch unter die Kategorie „Neuartige Lebensmittel“ fallen.

Ist ein THC-Grenzwert von 0,30 % ausreichend, um ein Lebensmittelprodukt als konform einzustufen?

Nein. Der THC-Grenzwert ist zwar ein wichtiges Kriterium, ersetzt aber nicht die Prüfung nach dem Novel-Food-Standard. Ein CBD-haltiges Lebensmittelprodukt kann den THC-Grenzwert erreichen und dennoch eine Novel-Food-Zulassung benötigen.

Unterliegen CBD-Gummibärchen den Bestimmungen für neuartige Lebensmittel?

CBD-Gummibärchen oder -Bonbons können betroffen sein, wenn sie zum Verzehr bestimmt sind und Cannabidiol oder cannabinoidreiche Hanfextrakte enthalten. Ihre Konformität hängt von ihrer Zusammensetzung und ihrem regulatorischen Status ab.

Ermächtigt die EFSA-Stellungnahme von 2026 alle CBD-Lebensmittelprodukte?

Nein. Die EFSA hat unter bestimmten Bedingungen einen vorläufigen Sicherheitsgrenzwert für bestimmte Nahrungsergänzungsmittel mit einem CBD-Gehalt von mindestens 98 % festgelegt. Dies stellt keine allgemeine Zulassung für alle CBD-haltigen Lebensmittel dar.

Sind CBD-Kosmetika von den Novel-Food-Vorschriften betroffen?

Kosmetika sind keine Lebensmittel. Sie fallen unter die europäischen Kosmetikvorschriften, sofern sie zur äußerlichen Anwendung bestimmt sind und als solche gekennzeichnet werden. Ihre Konformität ist nach den Kosmetikverordnungen und nicht nach den Novel-Food-Verordnungen zu beurteilen.

Sind CBD-Blüten ein neuartiges Lebensmittel?

CBD-Blüten sollten nicht automatisch als Lebensmittel eingestuft werden. Ihr Status hängt von ihrer Aufmachung, ihrem Verwendungszweck und den geltenden nationalen Vorschriften ab. In Frankreich wurde die Frage der Blüten und Blätter vom Staatsrat geklärt, ihr Verkauf unterliegt jedoch dem THC-Grenzwert und anderen geltenden Bestimmungen.

Warum werden CBD-haltige Lebensmittel so genau überwacht?

Da ein Lebensmittelprodukt eingenommen wird und den Verbraucher wiederholt damit in Kontakt bringen kann, benötigen die Behörden ausreichende Daten zu Sicherheit, Dosierung, Reinheit, Herstellungsverfahren und potenziellen Langzeitwirkungen.

Kann ein CBD-Produkt als Kosmetikprodukt legal, aber nicht als Lebensmittel zugelassen sein?

Ja. Die Produktkategorie ist entscheidend. Ein Inhaltsstoff kann im Kosmetikbereich akzeptabel sein, im Lebensmittelbereich jedoch Bedenken hervorrufen, oder umgekehrt.

Wichtigste Erkenntnisse zu CBD und neuartigen Lebensmitteln

Neuartige Lebensmittel sind eines der wichtigsten Themen für das Verständnis der Zukunft von CBD-haltigen Lebensmitteln in Europa. Es betrifft nicht nur den THC-Gehalt, sondern auch die Lebensmittelsicherheit, die Konsumgeschichte, Herstellungsverfahren, Dosierungen, exponierte Bevölkerungsgruppen und verfügbare wissenschaftliche Daten.

CBD kann unter bestimmten Bedingungen legal sein, jedoch müssen CBD-haltige Lebensmittel gemäß der Novel-Food-Verordnung analysiert werden. Der THC-Grenzwert von 0,30 % bleibt wichtig, reicht aber nicht immer aus, um die Konformität eines Lebensmittels oder eines CBD-haltigen Nahrungsergänzungsmittels zu gewährleisten.

Die EFSA veröffentlichte 2026 einen vorläufigen Sicherheitswert für bestimmte, sehr spezifische Formulierungen von gereinigtem CBD. Diese Veröffentlichung ist ein wichtiger Schritt, sollte aber nicht als generelle Zulassung für alle CBD-Lebensmittelprodukte verstanden werden. Vorsicht, Rückverfolgbarkeit, Tests, Kennzeichnung und die Einhaltung der Vorschriften bleiben unerlässlich.

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Qualität, Analyse und Rückverfolgbarkeit von CBD-Produkten.

Vanessa

Ich bin Vanessa, Autorin mit Schwerpunkt auf Hanf, CBD und legalem Cannabis. Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit Markttrends, Cannabinoiden, französischen und europäischen Regulierungen sowie den Herausforderungen in Bezug auf Qualität, Rückverfolgbarkeit und Verbrauchersicherheit. Mit meinen Artikeln möchte ich klare, verifizierte und leicht verständliche Informationen bereitstellen, um allen ein besseres Verständnis der Welt von CBD und Hanfprodukten zu ermöglichen. Jeder Artikel basiert, sofern thematisch erforderlich, auf offiziellen, wissenschaftlichen oder regulatorischen Quellen.